Spannende Umkehrung der klassischen CEO-Machtdynamik
Wiederveröffentlichung unter neuem Titel kann für Bestandsleser:innen verwirren
„"Ich hasse dich", sagte sie. Er lächelte nur. "Das hast du schon einmal gesagt – kurz bevor du mich geküsst hast."“
"Hate The CEO", der zweite Band von Katie McLanes "California Heat"-Reihe, ist eine überarbeitete Neuausgabe ihres ursprünglich unter dem Titel "Hate & Desire – Dunkle Begierde" erschienenen Romans. Im Zentrum steht Tiffany Cobb, eine erfolgreiche Luxury-Influencerin, die entdeckt, dass CEO Cole Stanton Jahre zuvor beinahe ihre gesamte Existenz zerstört hätte. Statt Abstand zu halten, lässt sie sich ausgerechnet mit ihm auf eine Affäre ein – ein Ausgangspunkt, der dem Haters-to-Lovers-Trope eine besonders schneidende Note verleiht.
Wie in vielen Büchern der Autorin verwandelt sich das, was als reine Leidenschaft beginnt, im Laufe der Geschichte in echte Intimität, während die Vergangenheit zwischen Tiffany und Cole zunehmend an Bedeutung verliert. Katie McLane bedient sich dabei bewusst mehrerer starker Genre-Elemente gleichzeitig: Haters to Lovers, CEO-Romance, Rache und dunkle Geheimnisse, die erst nach und nach ans Licht kommen.
Als Teil der "California Heat"-Reihe funktioniert "Hate The CEO" als eigenständiger Roman – wie bei allen Büchern der Serie ist keine Kenntnis der anderen Bände nötig, um in die Geschichte einzusteigen. Das macht das Buch auch für Neuleser:innen von Katie McLane zu einem guten Einstiegspunkt, gerade weil die Autorin für ihren flüssigen, mitreißenden Schreibstil bekannt ist, der sich bereits bei ihrer "Fateful Nights"-Reihe als Publikumsliebling erwiesen hat.
Besonders reizvoll an "Hate The CEO" ist die Umkehrung der klassischen Machtdynamik: Nicht der CEO hält alle Fäden in der Hand, sondern Tiffany trägt das eigentliche emotionale Trauma aus der gemeinsamen Vergangenheit – ein Ungleichgewicht, das die Spannung der Affäre zusätzlich auflädt. Wie stark diese Rache-Motivik am Ende in echte Zuneigung umschlägt, ist genau die Frage, die den Bogen des Romans trägt.
Für Fans von Katie McLanes bereits bekannten Boss- und Billionaire-Romanzen bietet "Hate The CEO" alles, was die Autorin auszeichnet: ein schnelles erzählerisches Tempo, viel Chemie zwischen den Hauptfiguren und eine Prise Drama, das nie ins Übertriebene kippt. Gleichzeitig ist die Neuauflage unter neuem Titel ein Beleg dafür, wie sehr die Autorin ihre eigene Backlist kontinuierlich weiterentwickelt und für neue Leser:innen zugänglich macht.
Wer Haters-to-Lovers-Romanzen mit echtem Rache-Unterbau und einer gehörigen Portion CEO-Glamour mag, findet in "Hate The CEO" ein rundes, in sich abgeschlossenes Lesevergnügen – intensiv genug für Spannung, aber nie so dunkel, dass die Wärme am Ende auf der Strecke bleibt.
Rachemotivik, emotionale Manipulation, explizite Szenen